Elisabeth Voigt

Grafik und Malerei

Zur Person

  • geboren 1893 in Leipzig
  • gestorben 1977 in Leipzig
  • Besuch von Privatschulen in Leipzig und den USA
  • Tätigkeit als Laborantin
  • 1920-1922 Studium an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig
  • 1923-1929 Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin-Charlottenburg bei F. Spiegel und K. Hofer
  • 1928 Studienaufenthalt in Rom
  • 1929-1934 Meisterschülerin bei Käthe Kollwitz an der Preußischen Akademie der Künste, sie bleibt Hofer und Kollwitz über Jahrzehnte freundschaftlich verbunden
  • Studium spätmittelalterlicher Holzschnittkunst, dadurch starke Beeinflussung ihres graphischen Schaffens
  • ab 1936 Sommeraufenthalte in Osttirol, ermöglicht durch einen Kreis von Freunden und Förderern u.a.: Max Liebermann, Heinrich Tessenow, Toni Stadler, Willy Kurth und Ludwig Justi, Entstehung von wesentlichen Werken im Bereich der Malerei
  • während des Krieges arbeitete und lebte die Künstlerin z.T. in Großbötewitz
  • 1943 und 1944 Ausbombung ihres Ateliers in Berlin
  • Übersiedlung nach Leipzig
  • 1946-1958 Professur an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe (später Hochschule für Grafik und Buchkunst)
  • nach Formalismusvorwurf, 1953 Erwägung der Aufgabe der Lehrtätigkeit
  • 1952-1958 Lehrauftrag am Institut für Kunsterziehung an der Leipziger Universität
  • 1958 Austritt aus dem Verband Bildender Künstler der DDR, da sie sich mit dessen ideologischer Grundhaltung nicht mehr identifizieren konnte und wollte
  • zunehmender Rückzug aus der Öffentlichkeit in eine Art innere Emigration
  • 1974 Ehrenmitgliedschaft im Verband Bildender Künste der DDR
  • 2002 Leipzig: Namenspatronin des Preises der 9. Leipziger Jahresausstellung

Auszeichnungen

  • 1933 Dürerpreis der Stadt Nürnberg für Holzschnitte zum Dreißigjährigen Krieg
  • 1934 Rompreis der Deutschen Akademie der Künste, 1934/35 Aufenthalt in der Villa Massimo, Rom
  • 1937 Goldene und Silberne Medaille der Internationalen Kunstausstellung zur Weltausstellung in Paris
  • 1940 Graphikpreis der Stadt Berlin
  • 1941 Bronzemedaille der Deutschen Graphikausstellung in Madrid
  • 1943 "Premio Cremona" im Wettbewerb italienischer und deutscher Künstler 

Ausstellungen

  • Kupferstichkabinett der Berliner Museen
  • 1959, 1968, 1974, 1987 Leipzig: Galerie "Wort und Werk"
  • 1983 Leipzig: Museum der bildenden Künste
  • 1993 Leipzig: Kustodie der Universität 

Werke

Drei Trommler, Weckruf um 1947/ 1948 Öl/ Leinwand Museum der bildenden Künste Leipzig
Aus dem Haus flüchtende Frau 1945 Bleistift, Aquarell Staatliche Galerie Moritzburg Halle
Die trommelnde Katrin 1952 farbige Zeichnung aus dem Brecht-Zyklus Museum der bildenden Künste Leipzig
Demonstration 1953 Öl/ Leinwand 71 x 62 cm Privatbesitz
VanitasVanitas 1950 Öl/ Leinwand 65,2 x 82,1 cm Museum der bildenden Künste Leipzig

weitere Werke

  • Beweinung am Kreuz, 1921, Holzschnitt, 25,6 x 18 cm
  • Flötenspieler im Musenhain, 1923, Holzschnitt, 27,4 x 27 cm
  • Susanne im Bad, 1924, Holzschnitt
  • Selbstbildnis mit Apfel, 1926, Holzschnitt, 34 x 25,5 cm
  • Straßenkampf, farbige Tuschzeichnung, 48 x 64 cm, Lindenau-Museum Altenburg
  • Trommelnder Knabe, 1929
  • Selbstbildnis, 1929, Öl, 67 x 40 cm
  • Der Maschinenmensch, um 1930, Holzschnitt
  • Bildnis Dr. Marie Schütte, 1931, Holzschnitt, 35,4 x 26,2
  • 9-teilige Holzschnittfolge zu Herman Löns "Der Wehrwolf" (Die Not bricht an / Johannes Flucht / Die gehenkten Bauern / Der Pfarrerpredigt den Bauern / Wulfsbäuerin und Wieschen / Belagerung / Immenwerfer / Das Friedensfest) 1931
  • Römisches Mädchen mit Kind, 1934, Kreidezeichnung, 50 x 40 cm, Folkwang-Museum, Essen Holzschnitte zu den "Sinngedichten" von Hans Sachs, im Auftrag der Bibliophilen Gesellschaft (die Veröffentlichung wurde untersagt) 1936
  • Bildnis Architekt Lottermoser, Holzschnitt, 1936
  • Bildnis Marga Lottermoser mit Hund, Holzschnitt, 1936
  • Vier Jahreszeiten, Holzschnitt, 1936
  • Einsame Menschen, Folge von Kreidezeichnungen
  • Monika, 1938, aquarellierte Zeichnung
  • Falschirmjäger, 1941
  • Klöppelmädchen, 1942/43, Ölgemälde
  • Tiroler Bauernvesper, 1943, Ölgemälde
  • Kalser Mädchen mit Hund, 1943, Kohlezeichnung, 57 x 44, Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig
  • Heuernte in Kals, 1944, Öl, 91 x 75 cm
  • Berliner Luftschutzkeller, 1944, Kohlezeichnung, 37 x 51 cm
  • Osttiroler Mädchen mit Krapfenschnapper, 1945, Öl, 78 x 62 cm
  • Bauernvesper, 1945
  • Illusion, 1945
  • Lampenputzerin, 1945/46, Öl, 61 x 76 cm
  • Porträt Mary Wigman, 1948
  • Zerfall (Ende des Krieges), 1948, Öl, 46 x 77 cm
  • Schafschur, 1952, Kohlezeichnung, 50 x 40 cm
  • Blätter zu "Mutter Courage" von Berthold Brecht
  • Raumsprengung, 1955, Rohrfederzeichnung, farbig, 43 x 60 cm
  • Leere Stühle, 1955, farbige Zeichnung, 37 x 50 cm (Lindenau-Museum Altenburg)
  • Schwestern (Geschwister), 1956, Lithografie, 49 x 38 cm
  • Trinkende, 1956/57, Kohlezeichnung
  • Betende, 1957, farbige Zeichnung, 48 x 37 cm
  • Klöppelschule, 1957
  • Mädchen mit Katze, - Im Strudel der Zeit, 1958, farbige Zeichnung
  • Krieg, 1958, farbige Zeichnung
  • Selbstbildnis, 1958, farbige Zeichnung

Werkstandorte:

  • Museen und Sammlungen im In- und Ausland sowie Museum der Bildenden Künste Leipzig (Nachlass)

Literatur:

  • Katalog: Elisabeth Voigt. Galerie Wort und Werk. Leipzig: 1968
  • Katalog: Prof. Elisabeth Voigt - Holzschnitte. Kunstverlag Eduard Hennig. Halle: 1947
  • Helmut Scherf: Elisabeth Voigt - Bildnis einer Künstlerin. Union-Verlag. Berlin: 1962
  • Arndt Schultheiß: Meine Lehrerin Elisabeth Voigt. Leipziger Blätter, Nr. 17. Herbst 1990. S. 28-31
  • Katalog: Lust und Last - Leipziger Kunst seit 1945. Hrsg.: Herwig Guratzsch / G. Ulrich Großmann. Cantz Verlag. 1997
  • Hermann Raum: Bildende Kunst in der DDR. Werke - Tendenzen - Bleibendes. Edition Ost. Berlin: 2000
  • Katalog: 9. Leipziger Jahresausstellung 2002. Leipzig: 2002 , Landkreis Merseburg-Querfurt, Landkreis Weißenfels. Druckerei Teichmann. Halle-Bruckdorf. 2002

Quellen:

  • Helmut Scherf: Elisabeth Voigt - Bildnis einer Künstlerin. Union-Verlag. Berlin 1962
  • Arndt Schultheiß: Meine Lehrerin Elisabeth Voigt. Leipziger Blätter, Nr. 17. Herbst 1990. S. 28-31
  • Katalog: Lust und Last - Leipziger Kunst seit 1945. Hrsg.: Herwig Guratzsch / G. Ulrich Großmann. Cantz Verlag. 1997
  • Hermann Raum: Bildende Kunst in der DDR. Werke - Tendenzen - Bleibendes. Edition Ost. Berlin: 2000
  • Katalog: 9. Leipziger Jahresausstellung 2002. Leipzig 

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